⛪ Subiaco bei Rom – ein Bijou in den Bergen
- Hermann Diethelm
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Kürzlich war ich wieder einmal in Subiaco bei Rom. Anlass war ganz konkret die Organisation einer Führung im Sacro Speco, jenem Ort, an dem der heilige Benedikt mehrere Jahre als Einsiedler in einer Grotte lebte. Solche Vorbereitungstage gehören für mich ganz selbstverständlich zu meinen Reisen – denn nur, was ich selbst erlebt habe, gebe ich auch weiter.

Sacro Speco – ein Ort der Stille
Das Kloster Sacro Speco liegt spektakulär in den Fels gebaut oberhalb des Tals. Rund um die ursprüngliche Grotte Benedikts ist im Lauf der Jahrhunderte ein vielschichtiger, direkt in den Fels integrierter Klosterkomplex entstanden. Enge Gänge, überraschende Räume, Fresken aus verschiedenen Jahrhunderten – und immer wieder der Blick hinaus in die Landschaft. Es ist ein Ort, der nicht laut beeindruckt, sondern leise wirkt und lange nachklingt.

Subiaco bei Rom – mehr als ein Klosterort
Doch Subiaco ist weit mehr als nur dieser spirituelle Ort. Die Stadt selbst ist ein echtes Bijou: eine kompakte Altstadt mit kleinen Gassen, unscheinbaren Plätzen und überraschenden Ausblicken. Man spürt sofort, dass man Rom hinter sich gelassen hat. Die Berge rücken näher, das Licht verändert sich, das Tempo wird langsamer.
Eine kulinarische Entdeckung am Wegesrand

Nach dem Besuch im Sacro Speco habe ich ein Restaurant entdeckt, das mich sofort überzeugt hat: das Belvedere. Der Name ist Programm – der Blick öffnet sich weit über das Tal, direkt hinüber zur trutzigen Rocca Abbaziale, die über Subiaco wacht. Drinnen empfängt einen ein behagliches Interieur im schlichten Jugendstil, warm und zeitlos.
Auf die Teller kommt eine authentische, regionale Küche: ehrlich gekocht, ohne Effekte, getragen von guten Produkten und klaren Aromen. Genau so ein Ort, an dem man langsam isst, länger sitzen bleibt und spürt, wie eng Genuss, Landschaft und Zeit miteinander verbunden sind.
Fazit
Subiaco gehört für mich zu jenen Orten, die man nicht einfach „besichtigt“. Man nimmt sie mit. Vielleicht, weil hier Landschaft, Geschichte und Spiritualität so selbstverständlich ineinandergreifen.
Ein Ort, zu dem man gern zurückkehrt. Schritt für Schritt.

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